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Wir werfen mal wieder einen Blick ins Geschichtsbuch für Euch.

Und der erklärt die Namensherkunft der Paranuss. Am Mündungsgebiet des Amazonas im Norden Brasiliens, liegt eine Hafenstadt in der Gegend von Belém. Dieses Land gehörte ursprünglich zum Gebiet der Tupinambá-Indianer.

Belém wurde am 12. Januar 1616 von dem portugiesischen Kapitän Francisco Caldeira Castelo Branco gegründet. Die Gründung erfolgte durch die Errichtung der Festung Forte do Presépio (heute als Forte do Castelo bekannt) mit dem Ziel, die Region gegen Eroberungsversuche der Engländer, Franzosen und Holländer zu verteidigen.

Die Stadt wurde zunächst Feliz Lusitânia genannt. Danach erhielt sie den Namen Santa Maria do Grão Pará sowie Santa Maria de Belém do Grão Pará, bis sie den heutigen Namen Belém erhalten hat

Nach genau dieser Hafenstadt wurde unsere Paranuss benannt! Denn portugiesische, englische und vor allem holländische Händler, Seefahrer und Entdecker brachten die Paranuss quasi aus der Hafenstadt Pará im Norden Brasiliens erstmals nach Europa.

Castanha-do-Pará

Interessanterweise wird die im englischensprachigen Raum „Brazil Nut“ genannte Nuss in Brasilien selbst „castanha-do-pará“ – Kastanie aus Pará genannt.

Die Paranüsse wachsen nicht einzeln am Paranussbaum. Der Baum trägt kokosnussartige Kapselfrüchte, die am Ende des Reifungsprozesses auf den Boden fallen. In genau so einer Kapsel können sich bis zu 25 Paranüsse befinden. Da ein Paranussbaum bis zu 300 Kapseln pro Erntesaison bilden kann, ergibt sich daraus eine üppige Paranussernte von bis zu 6.000 Paranüssen pro Baum!

Die “Brasil Nut” aus Bolivien

Auch wenn die Paranuss nach ihren brasilianischen Wurzeln benannt wurde, hat sie oft eine andere Herkunft. Fast 60.000 Tonnen Paranüsse wurden allein in 2017 nur in Brasilien UND Bolivien geerntet. Der Anteil der Exporte beider Länder auf dem Weltmarkt ist dabei fast gleich.

HYLEA-Paranüsse stammen übrigens alle aus Bolivien und werden seit über 100 Jahren nicht nur fair gehandelt:

“Bei Naturressourcen müssen wir von den ZINSEN leben, nicht vom Kapital.”

…so fasste HYLEA-Gründer Friedrich „Federico“ Hecker die HYLEA-Philosophie schon vor Jahrzehnten zusammen: Lange, bevor in unseren Breiten der Begriff “Nachhaltigkeit” zum ersten Mal auftauchte.

HYLEA ist seit über 100 Jahren mit der heimischen Bevölkerung Boliviens, also unseren Paranuss-Sammlern, eng verbunden. Zusammen schützen wir den Regenwald vor Industrialisierung und Abholzung durch die Palm- und Sojaindustrie. Solange der Paranussbaum die Einwohner im Regenwald Boliviens durch Arbeit und Ernte ernähren kann, bietet er damit den besten und verlässlichsten Schutz zum Erhalt des Regenwaldes im Amazonasgebiet.

Ganz besonders eng ist HYLEA • Regenwaldprodukte mit der Region Fortaleza und der dortigen heimischen Bevölkerung verbunden. Schon seit 1919 investiert HYLEA hier effektiv in soziale Projekte (z.B. Schulen, Gesundheitszentren, Wohnhäuser, sanitäre Einrichtungen usw.), um den Familien unserer Paranuss-Sammler ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.

Übrigens: Bio- und Fairtrade-Paranüsse von Hylea gibt’s ganz bequem hier!

2019-06-19T12:01:39+00:00