NEWS: Die Krise in Bolivien und ihre Auswirkungen

Die aktuelle Krise geht auch am bolivianischen Regendwald und an HYLEA nicht vorbei.

Doch welche Auswirkungen hat diese Situation auf den Geschäftsbetrieb und welche Maßnahmen wurden getroffen?

Ausnahmezustand in Bolivien

In Bolivien gilt seit dem 22. März bis vorerst zum 04. April 2020 eine landesweite Ausgangssperre, die nur aus wichtigen Gründen (Einkäufe, Besuch einer Apotheke, usw.) und nur von einer Person pro Haushalt, unterbrochen werden darf. Das Verlassen seiner Heimatstadt ist nicht möglich, öffentlicher Nah- und privater Pkw-Verkehr sind verboten. Wer die Ausgangssperre ohne triftigen Grund bricht, riskiert eine Festnahme und eine hohe Geldstrafe. Auch in Bolivien sind die Landesgrenzen geschlossen und die internationalen Flugverbindungen eingestellt.
Die Gesundheitseinrichtungen arbeiten normal weiter, jedoch sind sie leider nur sehr unzureichend eingerichtet: In ganz Bolivien stehen nur 55 Beatmungsgeräte und nicht einmal 150 Intensivbetten zur Verfügung.

Die Auswirkungen auf HYLEA

Logistik:
Wir sind derzeit vor allem mit Hindernissen und Einschränkungen auf den Containertransportwegen wie Schienen- und Straßenverkehr, Häfen und Terminals konfrontiert. Wegen Corona unterlag der Warenverkehr schon in den letzten Wochen besonderen Vorschriften und Kontrollen an den Landesgrenzen und in den Häfen. Das führte nicht nur zu hohem Zeit- und Kostenaufwand, sondern auch zu großen Containerstaus in den Häfen. Die bevorzugte Verschiffung verderblicher vor haltbaren Gütern, wie bspw. Paranüssen, verschärft die Situation zusätzlich. Durch die Grenzschließung bis vorerst 4. April ist der Warenverkehr gestoppt.

Produktion:
Die Produktion von Paranüssen in unserer Weiterverarbeitungsanlage musste aufgrund der verhängten Ausgangssperre gestoppt werden. Zur Vorbeugung von Infektionen wurden unseren Mitarbeitern bereits zuvor Hygiene- und Verhaltensempfehlungen ausgegeben. Außerdem hatten wir vorausschauend die Vorräte von Desinfektionsmitteln, Seifen, medizinischen Handschuhen und Gesichtsmasken aufgestockt. Jeder Mitarbeiter wurde und wird nach Wiederaufnahme der Produktion im April, vor dem Betreten der Fabrik auf Fieber und andere Anzeichen, die auf eine Infektion deuten könnten, untersucht. Außer der Sorge um die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Mitarbeiter möchten wir damit auch gewährleisten, dass die Produktion von Paranüssen weiterhin reibungslos funktionieren kann, wenn diese wieder aufgenommen werden kann. Unsere Lagerhäuser sind bereits gut gefüllt und die Logistik der Rohware zwischen den Sammelstellen und dem Produktionsstandort in Fortaleza funktionieren reibungslos. Sollte die Produktion Anfang April wieder aufgenommen werden, sind wir bestens gerüstet.

 

Hilfe für Fortaleza

In Zeiten wie diesen ist soziales Engagement besonders wichtig. Die Sicherstellung der Grundversorgung unserer Mitarbeiter und ihrer Familien steht deshalb für uns an erster Stelle. Bereits bei Bekanntgabe der Maßnahmen zur Eindämmung des Virus haben wir für die ca. 450 Bewohner Fortalezas vorgesorgt: Es wurden Lebensmittel und sonstige Verbrauchsgüter für 3-4 Monate auf Vorrat genommen. Darunter auch Medikamente, Drogerie- und Hygieneartikel, sowie Treibstoff.

In unserer 130-jährigen Firmengeschichte haben wir so manche schwierige Zeiten überstanden. Wir sind bestens aufgestellt um diese Herausforderungen erfolgreich zu meistern und setzen gemeinsam mit Euch und unseren Lieferanten weiterhin auf faire, partnerschaftliche Lösungen.

Wir wünschen Euch und Euren Liebsten für diese Zeit alles Gute. Bleibt gesund!

Wie HYLEA dem Regenwald und seinen Bewohnern hilft

HYLEA ist ein Familienunternehmen in vierter Generation, das sich seit über 100 Jahren mit Leidenschaft und Sorgfalt um den Regenwald und dessen Bewohner kümmert und als Pionier in der Paranussbranche gilt.

Paranüsse wachsen ausschließlich im gesunden und intakten Regenwald. Deshalb holzen wir auch keinen Wald für irgendwelche Plantagen ab: Über 1.500 indigenen Sammler sind im bolivianischen Regenwald für Euch unterwegs, wo sie unsere Paranüsse auf dem unberührten Boden des bolivianischen Regenwaldes aufsammeln. Damit übernehmen sie zugleich die Funktion von Hütern des Regenwaldes, weil sie durch ihre Arbeit die Industrialisierung und Abholzung durch die Fleisch- und Sojaindustrie verhindern. Bei HYLEA trägt jede verkaufte Nuss DIREKT zum Schutz des Regenwaldes bei. Je mehr Nüsse ihr esst, desto mehr Fläche des Regenwaldes wird konsequent erhalten.

HYLEA ist mit der Region Fortaleza und der heimischen Bevölkerung traditionell seit 1919 sehr eng verbunden. HYLEA investiert hier seit langer Zeit in soziale Projekte (z.B. Schulen, Gesundheitszentren, Wohnhäuser, sanitäre Einrichtungen usw.), um den Familien unserer Paranuss-Sammler ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Ein Container unserer Paranüsse sichert den Lebensunterhalt von 17 bolivianischen Familien und alleine eine 8er-Box HYLEA-Paranüsse schützt eine Fläche von 552 m² Regenwald. 🍃🌿

Und das Beste an der ganzen Sache?! Die Paranüsse, die größten Selen-Lieferanten der Natur, sind auch noch super lecker und gesund. Wenn Ihr also was Gutes für Euch, Euren Körper, den Regenwald und die bolivianische Bevölkerung machen wollt, könnt Ihr direkt in unserem HYLEA-Shop BIO- und FairTrade-zertifizierte Paranüsse oder das neue Paranuss-Öl bestellen.

2020-04-01T14:34:05+00:00