Soja-Anbau zerstört den Planeten

„Veganer sind schuld an der Abholzung des Regenwaldes“

Wenn es um das Thema Soja geht, denken die meisten Menschen ausschließlich an Sojamilch oder Tofu. Dass Fleisch auch eine große, wenn nicht sogar die elementare Rolle dabei spielt, wissen die Wenigsten: Rund 70% des Sojas wird nämlich als Futtermittel an Tiere verfüttert.

Da die Sojaproduktion sehr günstig ist, eignet es sich hervorragend als Futtermittel. Noch vor 50 Jahren wurden jährlich 27 Millionen Tonnen Soja angebaut, mittlerweile sind es 269 Millionen Tonnen. Der Ertrag hat sich vervielfältigt. Um immer mehr Soja anbauen zu können, wird auch eine größere Anbaufläche benötigt – und dafür muss der Regenwald herhalten. Die USA, Brasilien, Paraguay, Kanada und Argentinien gelten als Hauptanbauregionen und genau dort werden Wälder gerodet und abgeholzt. Darunter leidet die indigene Bevölkerung, aber vor allem die Umwelt, sowie die Artenvielfalt der Tiere und Pflanzen.

Minütlich verschwinden Waldflächen, die eine Größe von 35 Fuballfelder haben.

Auch die Amazonas-Brände im Sommer hängen damit zusammen. Brände sind in den heißen und trockenen Monaten keine Seltenheit, jedoch wurden diese Feuer absichtlich gelegt. 2019 lag die Anzahl der Brände fast doppelt so hoch wie im gleichen Zeitraum der Jahre davor. Viele Landwirte leben vom Sojaanbau und den Erträgen der Palmölplantagen: In Südamerika werden Wälder gerodet, um auf riesigen Flächen Sojabohnen anzubauen. Ein Großteil davon landet jedoch nicht auf unseren Tellern, sondern wandert als Tierfutter in die EU und nach China.

Fatale Folgen für die Umwelt

Nur noch 7% der Erdoberfläche ist von Regenwald bedeckt – vor 50 Jahren waren es noch 17%. Nach wie vor bietet er eine Heimat für die Hälfte (!) aller Tier- und Pflanzenarten, die auf der Erde existieren. Auf 20 qm Regenwald wachsen über 1.000 verschiedene Pflanzenarten und im Amazonas leben circa 3.000 Fischarten – in europäischen Flüssen dagegen sind es nur 60. Durch den Menschen wurde die Fläche des Regenwaldes bereits mehr als halbiert – eine Folge davon ist der rapide Rückgang der Artenvielfalt aller dort existierenden Lebewesen. Abgesehen davon wird durch die Zerstörung des Regenwaldes der Lebensraum der indigenen Einwohner immer kleiner.

Durch die Soja-Monokultur wird nicht nur die Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren eingeschränkt, auch Böden und Gewässer leiden unter dem Anbau. Die Nachfrage nach Soja wird immer größer. In den Ländern, in denen die Soja-Industrie zugange ist, werden nicht nur Grünland und Regenwald in Ackerwüsten verwandelt. Zum Einsatz kommen inzwischen fast ausschließlich (90 Prozent) gentechnisch veränderte Pflanzen, massiver Glyphosat-Einsatz inklusive.

Allein im brasilianischen Teil Amazoniens wurden in den vergangenen 30 Jahren rund 437.000 Quadratkilometer Regenwald abgeholzt, hat das brasilianische Institut für Weltraumforschung auf Satellitenbildern dokumentiert. Auf einem Teil der Fläche grasen jetzt Rinderherden, anderswo wird Soja angebaut.

Weltweit werden laut Umweltbundesamt derzeit rund 10 Millionen Quadratkilometer fruchtbares Ackerland allein für die Produktion von Tierfutter genutzt. Das ist fast vier Mal mehr Fläche als für die direkte Lebensmittelproduktion. Aber auch Europa leidet unter den millionenschweren Importen der Sojabohnen. Denn deren Nährstoffe landen, nachdem sie durch die Mägen des Mastviehs gegangen sind, als Gülle und Mist auf unseren Äckern. Und finden sich schließlich als Nitratbelastung in unserem Grundwasser wieder.

 

Massentierhaltung zerstört den Regenwald

Der immense Flächenbedarf für den Sojaanbau stellt ein großes Problem dar. Andere Pflanzenarten werden verdrängt, wodurch die Artenvielfalt eingeschränkt wird (WWF 2014). Der Anteil, der für Sojaprodukte oder Tofu benötigt wird, ist minimal im Vergleich zu der Menge, die zu Tierfutter verarbeitet wird (Poore und Nemecek, 2018): Da Soja besonders reich an Protein ist, wird es gerne als Futter eingesetzt. Aus den rund 70% des angebauten Sojas werden Fleisch- und Milchprodukte hergestellt. Nur 13% des Ertrags werden direkt durch den Menschen aufgenommen (Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei, 2016). Erstaunlich dabei ist, dass selbst der Großteil davon zu Bindemittel oder Emulgatoren für beispielsweise Schokolade, Soßen oder Eis verwendet wird. Auch in Margarine oder pflanzlichen Ersatzprodukten für Wurst, Fleisch oder Käse befindet sich die Bohne. Somit wird nur ein Bruchteil zu reinen Sojaprodukten wie Tofu oder Sojamilch verarbeitet.

Fazit: Zusammenfassend kann man sagen, dass der Anbau von Soja alles andere als nachhaltig ist. Der Regenwald wird zerstört und möglicherweise irreversibel geschädigt. Die Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen wird durch den Menschen drastisch eingeschränkt und für immer zurückgedrängt.

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2019-11-20T14:57:11+00:00