STORY: Thomson, veganer Coach & erfolgreicher Bodybuilder

“Keep it simple. Iss dein Gemüse. Trink viel Wasser. Lass den Müll weg.”

…so lautet die kurze, aber prägnante Antwort von Thomas auf unsere Frage nach seinen Ernährungstipps. Thomas, meist “Thomson” genannt, ist nicht nur erfolgreicher und prämierter Bodybuilder, studierter Sportwissenschaftler, Coach, Kampfsporttrainer und Inhaber eines etablierten Fitness-Studios in Ludwigshafen. Er ist vor allen Dingen eines: VEGANER. 🌿✊

Dementsprechend beantwortet er unsere erste Frage, ob “Fitness & vegan” denn funktioniere auch sehr schlicht mit: “JA.” Und Freunde: Er muss es wissen, schließlich ist das sympathische Kraftpaket seit über 7 Jahren Vegetarier und nun 3 Jahren überzeugter Veganer. 😉

Wir haben uns nicht nur mit Thomson getroffen, weil er gerne unsere Paranüsse mag (die ihm eine Menge wertvolle Proteine liefern), sondern weil der Mann eine Menge interessante Dinge zu sagen hat und ziemlich genau weiß, wovon er spricht.

Thomson, um es kurz zu machen: Warum lebst du vegan?

Ich habe vor ca. 3 Jahren den Film „What the Health“ gesehen. Das hat mir schließlich den letzten Anstoß gegeben, mich endgültig vegan zu ernähren. Das Thema stand vorher schon im Raum. Meine Lebensgefährtin und ich waren schon ca. 4 Jahre davor Vegetarier, und sie hatte schon eine gewisse Zeit vor mir auf vegan umgestellt. Bis dahin war ich aber noch in der Phase „auf Käse und Eier kann ich NIEMALS VERZICHTEN und dafür muss ja kein Tier sterben“. Dadurch, dass ich mich mehr mit dem Thema Ernährung befasst habe – eben nicht nur im Bezug auf Training oder Gesundheit, sondern auch im Kontext der Herstellung der Nahrung und deren Folgen für die Umwelt und die Tiere – konnte ich kaum glauben, wie ignorant ich die Jahre zuvor damit umgegangen bin. Auch ich folgte Jahrzehnte lang dem Motto „Nur Fleisch bringt Fleisch“. Ich war der Typ, der sich zum Grillfest stolz 1,5 kg Rinderfilet mitbrachte und nichts abgegeben hat. Ich glaubte, dass Muskelwachstum nur mit tierischem Protein möglich wäre und dass alle, die kein Fleisch essen, nur dumme und dünne Salatköpfe wären. Gleichzeitig habe ich mich aber als „Tierfreund“ bezeichnet. Schließlich wurde mir klar, wie scheinheilig und ungebildet meine Ansichten waren. Ich verstand endlich, dass es keinen Unterschied zwischen einem Küken, einem kleinen Schweinchen und einer Katze oder einem Hund gibt. Alle wollen leben. Keiner will Schmerzen oder Leid erfahren müssen. Deshalb vegan.

Was hat sich durch die vegane Ernährung bei Dir verändert, gesundheitlich und im Training?

Den größten Unterscheid habe ich bei der Krankheitshäufigkeit bemerkt. In den Jahren zuvor, auch schon als Vegetarier, war ich ungefähr vier bis sechs Mal pro Jahr krank. Hier und da ein Infekt der oberen Atemwege mit Schnupfen, Hals- und Kopfschmerzen und 2-3 Magen-Darm-Geschichten pro Jahr. Das war allerdings noch die Zeit, wo mindestens 8 Eier, 1 Liter Milch, Käse und jede Menge Whey-Protein den Weg in meinen Körper fanden. Aber ich war Trainer und als Vorbild ja sooo fit und gesund…. Nach der Umstellung auf vegan hat sich das auf ca. 1x pro Jahr reduziert. Vorher war das natürlich auch mit entsprechenden Ausfallzeiten im Training verbunden. Wenn mich jetzt mal ein Infekt plagt, geht es mir höchstens ein bis zwei Tage schlecht, aber nach vier Tagen Pause kann ich wieder einsteigen. Vorher hat es immer ewig gedauert, bis ich wieder einsatzfähig war. Wenn es mich jetzt erwischt, sind es immer nur Atemwegsinfekte. Eine Magen-Darm-Krankheit hatte ich seit der Umstellung auf Vegan nicht mehr. Meine Haut hat sich verbessert. Ich hatte während der Tier-Protein-Mast Pickel am ganzen Körper. Meine Regenerationsfähigkeit hat sich verbessert. Ich stecke harte Trainings besser weg. In den letzten 4 Jahren haben sich meine Kraftleistungen im Training maßgeblich verbessert, was ich aber eher auf eine optimalere Trainingsgestaltung und weniger auf die Ernährung zurückführe.

Wie sieht Deine Ernährung als veganer Bodybuilder aus?

Ich bin ein Mensch, der keine Probleme damit hat, monatelang dasselbe zu essen. Ich habe das immer so gehalten, dass ein Veganer überall etwas zu essen findet. Deshalb habe ich das Weglassen von Fleisch nie als Verzicht verstanden, da ich ja nun vor Augen hatte, wie es hergestellt wird. Man muss schließlich nur Dinge weglassen und nichts großartig anders machen. Beim Döner lässt man eben das Fleisch und die Soße weg. Pommes, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Gemüse und Salat gibt’s überall. Ich brauche auch nicht viel Abwechslung oder abgefahrene Lebensmittel. Ich bin eher anspruchslos und hab daher den mit dem Trend-Veganismus einhergehenden Superfood-Hype nie verstanden. Daher fand ich ab dann auch die Protein-Diskussion in der Fitnessszene absolut hinfällig und lächerlich. Ich nehme als 70-80 kg-Athlet ca. 180 g Protein pro Tag zu mir bei einer Gesamtkalorienmenge von 2000-3000 kcal pro Tag. Etwas mehr als die Hälfte davon beziehe ich durch 2-3 Portionen Proteinpulver. Eine Portion morgens ins Müsli, ein Shake nach dem Training und gelegentlich ein Shake am Abend. Den Rest der Proteine bekomme ich über Tofu, Cerealien, Linsen, Seitan, Bohnen, Erbsen, Sojajoghurt, Sojaskyr, Lupinensteak vorallem über: Paranüsse! Seitdem vegane Ernährung im Kraftsport zum Thema geworden ist, mutiert plötzlich jeder in der nicht-veganen Fitnessszene zum Pseudo-Gesundheitsprofi und alle tun so, als würden sie ihren Eiweißbedarf nur über die „normale Ernährung“ decken. Dann kommt dabei raus, dass man 3 kg Bohnen pro Tag essen müsste und im Nebensatz wird dann die daraus resultierende Purinbelastung des Organismus diskutiert. Sowas ist einfach nur saudumm. Von Proteinpulver ist noch keiner gestorben…zumindest nicht von veganem.

Hast Du Ernährungstipps für uns?

Keep it simple. Iss Dein Gemüse. Trink viel Wasser. Lass den Müll weg!

Fitness und vegan: Geht das überhaupt?

JA.

Was sind Deine Tipps zur Umstellung auf vegetarische oder vegane Ernährung?

Sieh nicht alles als Verzicht. Halte Dir vor Augen, dass Du durch Dein Verhalten Deiner Gesundheit, dem Planeten und unzähligen Tieren etwas Gutes tust. Von vielen hört man „ich kann nicht…dies und das schmeckt so gut. Leute, es gibt Menschen auf diesem Planeten, die absolut unterernährt sind und nicht wissen, ob am nächsten Tag überhaupt etwas auf dem Teller liegt. Manche haben nicht ansatzweise eine Vorstellung davon, wie es ist wirklich ist, zu hungern. Dann zu behaupten, nicht auf ein bestimmtes Nahrungsmittel verzichten zu können, spiegelt die Dummheit, Weichheit und Arroganz dieser Gesellschaft wider. Für mich ist das der Inbegriff für das Wort „Luxusproblem“. Wer noch Eier essen kann, nachdem er gesehen hat, wie männliche Küken zerhäckselt werden, wer sich im Restaurant noch auf sein „zartes“ Kalbsschnitzel freut, nachdem er gesehen hat, wie dafür ein Baby-Rind seiner Mutter entrissen und ermordet wird, der ist nun mal ignorant oder naiv, oder dumm oder ein Meister im Ausblenden der Realität. Leider verhält sich eben ein Großteil der Menschheit so.

Deine Top-5 veganen Proteinquellen?

  1. Veganes Mehrkomponenten-Protein in Rohkostqualität
  2. Räuchertofu/Naturtofu
  3. Sojajoghurt/Sojaskyr
  4. Hülsenfrüchte & Paranüsse
  5. Seitan und Fleischersatzprodukte auf Erbsen- oder Sojaproteinbasis wie z.B. von LikeMeat

Mehr von, über und mit Thomson gibt’s im nächsten Teil in ca. 14 Tagen an gleicher Stelle! Abonniert doch unseren Newsletter oder folgt uns auf Facebook und Instagram!

Thomson, Sportwissenschaftler M.A., ist gefragter Coach und Personal Trainer und steht Euch gern auch persönlich zur Verfügung! Hier findet Ihr ihn:

Body Box GmbH & Co. KG, Martha-Saalfeld-Str. 9 (neben Media Markt), 67071 Ludwigshafen, Tel.: 0621-6297058, Web

Wie HYLEA dem Regenwald und seinen Bewohnern hilft

HYLEA ist ein Familienunternehmen in vierter Generation, das sich seit über 100 Jahren mit Leidenschaft und Sorgfalt um den Regenwald und dessen Bewohner kümmert und als Pionier in der Paranussbranche gilt.

Paranüsse wachsen ausschließlich im gesunden und intakten Regenwald. Deshalb holzen wir auch keinen Wald für irgendwelche Plantagen ab: Über 1.500 indigenen Sammler sind im bolivianischen Regenwald für Euch unterwegs, wo sie unsere Paranüsse auf dem unberührten Boden des bolivianischen Regenwaldes aufsammeln. Damit übernehmen sie zugleich die Funktion von Hütern des Regenwaldes, weil sie durch ihre Arbeit die Industrialisierung und Abholzung durch die Fleisch- und Sojaindustrie verhindern. Bei HYLEA trägt jede verkaufte Nuss DIREKT zum Schutz des Regenwaldes bei. Je mehr Nüsse ihr esst, desto mehr Fläche des Regenwaldes wird konsequent erhalten.

HYLEA ist mit der Region Fortaleza und der heimischen Bevölkerung traditionell seit 1919 sehr eng verbunden. HYLEA investiert hier seit langer Zeit in soziale Projekte (z.B. Schulen, Gesundheitszentren, Wohnhäuser, sanitäre Einrichtungen usw.), um den Familien unserer Paranuss-Sammler ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Ein Container unserer Paranüsse sichert den Lebensunterhalt von 17 bolivianischen Familien und alleine eine 8er-Box HYLEA-Paranüsse schützt eine Fläche von 552 m² Regenwald. 🍃🌿

Und das Beste an der ganzen Sache?! Die Paranüsse, die größten Selen-Lieferanten der Natur, sind auch noch super lecker und gesund. Wenn Ihr also was Gutes für Euch, Euren Körper, den Regenwald und die bolivianische Bevölkerung machen wollt, könnt Ihr direkt in unserem HYLEA-Shop BIO- und FairTrade-zertifizierte Paranüsse oder das neue Paranuss-Öl bestellen.

2020-03-12T19:24:02+00:00